Sternenhimmel selbstgemacht

Wer kennt das nicht, man macht eine wunderschöne Nachtaufnahme und es ist so diesig man keine Sterne sehen kann und der Himmel ist ein langseiliger Brei. Nicht mal vernünftige Wolkenformationen die das Bild interessant machen. Hier bietet es sich an den Himmelsbereich im Bild, zu einem wunderbaren Sternenzelt umzubauen. Doch woher nehmen und nicht stehlen. Schließlich ist ein klarer Sternenhimmel in unseren Breitengraden nicht gerade oft zu sehen.

Also kommt Selbermachen in Frage. Ausnahmsweise bemühen wir hier einmal nicht direkt Photoshop sondern bedienen uns einer freien, aber um so besseren Software namens Povray. (Download) Povray ist ein sogenannter 3D-Renderer der wirklich alles Stückchen spielt. Um nur ein kleines Highlight zu nennen was diese Software in der Lage ist zu erstellen, die Außenaufnahmen zu dem Film Titanic in denen das Schiff in der Bugansicht zu sehen ist und durch das Meer pfügt, wurden mit dieser Software erstellt. Qualität ist also kein Problem. Einfach herunterladen und installieren. Die Software ist sowohl für Mac, Linux und Windows verfügbar.

Als nächstes benötigen wir noch ein Plugin namens Galaxy. (Download) Dieses Plugin wurde von Chris Colefax programmiert und kann nahezu fotorealistische Darstellungen unserer Galaxien erstellen. Das Plugin wird einfach herunter geladen und das Zipfile in das Scene-Verzeichnis der vorangegangenen Povray Installation eingebaut. Man nehme sich einfach die Beispieldateien die dem Plugin beigelegt sind und staune.

Achtung großes Bild
Achtung großes Bild

Um einen einfachen Start zu gewährleisten gehr es mit nur ganz wenigen Zeilen zum Beispiel und dieses Bild zu erzeugen.

#declare galaxy_seed = 24921418;
#declare debug_options = true;
#include „GALAXY.INC“

Ich meine das kann sich mal sehen lassen.

Zugegeben, die erstellung solcher Bilder durch die Eingabe von Text ist nicht unbedingt jederman’s Sache aber man macht das ja auch nicht so oft.

Achtung großes Bild
Achtung großes Bild

Ein anderes Beispiel können wir hier sehen.

Wie man unschwer eerkennen kann, ist die Qualität völlig ausreichend und man kann wirklich eine Unzahl von unglaublichen Bildern damit erzeugen.

Ein kleiner Blick in die dem Galaxy Plugin mitgelieferte Dokumentation läßt erahnen welche Möglichkeiten der Beeinflussung man über die diversen Parameter hat, um die verschiedenen Nebel, Galaxien und Sternenbilder zu erzeugen.

Die Bilder werden zunächst als .BMP Datei gespeichert und müssen dann in Photoshop später umgewandelt werden. Hier kann man dann bei Bedarf auch noch die Farben nacharbeiten oder Schärfe hinzufügen. Ganz nach Bedarf und Gusto.

galaxy1_112Ein einfacher Sternenhimmel mit diesem Tool erzeugt könnte bspw. so aussehen und würde sich schon sehr gut eignen um in Fotos hineinmontiert zu werden.

Ich wünsche Euch jedenfalls viel Spass beim Experimentieren und würde mich freuen in Eurem Blog mal das eine oder andere damit erzeugte Bild wieder zu finden.

Hinweis: Wenn man einmal damit anfängt kann das ganze schnell zum Suchtfaktor werden. 😉

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